Lochgründe

Fürchterliche Erkenntnis des Tages: ICH bin die Schuldige, was die Entstehung des berühmten Lochs in der Straße vor meinem Haus angeht!

Es ist unstrittig und das kann ich belegen; aber zu meiner Ehrenrettung sei vorangestellt, dass ich keine andere Wahl hatte. Ich MUSSTE so handeln, wie ich es tat!

Lasst mich erklären:

Vor einigen Tagen passierte mir beim Wäschemachen Grauenhaftes – einer der impertinenten Spinnenläufer, die mittlerweile regelmäßig meine Wohnung heimsuchen, hatte sich im Wäschekorb versteckt. Wie eine Katze, nur weniger flauschig und SEHR VIEL weniger willkommen. In meiner Panik schleuderte ich das Monstrum von mir weg und praktischerweise landete es in der Badewanne.

Diesen glücklichen Zufall nutzte ich flugs aus und spülte den Eindringling mit großen, großen, GROSSEN Mengen Wasser durch den Abfluss. Und das war mein Fehler. Meine Sünde. Mein Versagen.

Es ist doch offensichtlich: Das Monstrum wurde ein Stück mitgerissen, konnte sich aber dann im Rohr festkrallen und sich seinen Weg durch Rohr, Kanal, Straße nach draußen bahnen. Ich habe sämtliche Zimmer meiner Wohnung gesichert und bin überzeugt, dass das Vieh nicht hierher zurückgekehrt ist. (NOCH nicht.)

Liebe Karlsruher Mitbürger, ich flehe euch an! Seid nicht unvorsichtig, sondern bewaffnet euch, wenn ihr das Haus verlassen müsst!

tl;dr: Das Haus steht noch, das Loch ebenfalls, Spinnenläufer on the loose.

Spinnenläufer aus „German Kaiju“, von Christian Günther

Das Loch

Vor meinem Haus ist ein Loch.

Das ist neu.

Es ist (noch) nicht besonders groß, aber beeindruckend genug: Die Straße drum herum ist merklich abgesackt. Hohlraum?

Passanten bleiben stehen und betrachten das Loch. Einer ruft die Polizei. Die Polizei stellt Verkehrshütchen rund um das Loch auf. Ganz schief stehen die Hütchen nun auf der Straße, weil alles gerade irgendwie schief ist da unten.

Mein Haus ist (noch) nicht schief.

Von meinem Küchenfenster aus kann ich das Polizeiauto sehen, aber weder Hütchen noch Loch. (Noch.) Das ist seltsam beruhigend; ich glaube, könnte ich es sehen, käme ich heute nicht mehr vom Küchenfenster weg.

Buchmesse Saar 2021

Save the Date: Vom 18. bis zum 20. Juni findet online die zweite Buchmesse Saar statt.

Ursprünglich als „echte“ Messe im schönen Saarbrücken geplant, musste sie bereits 2020 coronabedingt komplett in die virtuelle Welt verlegt werden. Das war aber glücklicherweise ein so großer Erfolg, dass sie nun zum zweiten Mal in genau dieser Form stattfinden wird.

Und ich bin dabei! Mit eigenem Stand & in bester Nachbarschaft.

Immerhin soll Der Fluch der Dunkelgräfin ja angemessen auf die Welt der Lesenden losgelassen werden.

(Pssssst: Lesen darf ich dort auch! Details folgen!)

Mehr Presse

Zu meinem neuen Buch Der Fluch der Dunkelgräfin – hatte ich das eigentlich schon erwähnt? Nein? Okay, dann jetzt: Ich habe ein neues Buch geschrieben! (Standing ovations, die Menge rastet aus!) – gab es eine Premierenlesung, die wiederum zu einer Rezension in der hiesigen Tageszeitung BNN führte.

Mit herzlichem Dank an Karin Hoog, die sich die Zeit genommen hat, mein Buch zu lesen und die Lesung anzusehen!

… und noch ne Lesung …

Am 10. Mai – dem Tag der Veröffentlichung meines neuen Buches Der Fluch der Dunkelgräfin – durfte ich in meinem zweiten Wohnzimmer aka KOHI Kulturraum eV die Buchvorstellung feiern.

Was soll ich sagen: Es wurde gefeiert! Wir hatten viel Rotwein, viel zu viele Zigaretten & massig Spaß! Aber seht selbst; zumindest den Kulturteil der Veranstaltung und das anschließende Interview wurden auf Film gebannt:

Es ist … EIN KURZFILM!

Dass mein Beruf der Beste ist, wissen alle, die ab & an mal nachlesen, was ich so in den sozialen Medien von mir gebe.

Jetzt hat dieses Abenteuer allerdings eine neue Ebene erreicht, von der ich kaum zu träumen gewagt hätte: ICH HABE EINEN FILM GEMACHT!

Na ja, ich habe einfach nur eine meiner Kurzgeschichten gelesen; den Film hat Joe Bulla von ThanatanMedia gemacht – und die musikalische Untermalung stammt vom Ambient-Künstler Jochen Bettgens alias dE/mutE und den sehr großartigen Feline & Strange.
(Genau, die beiden Herren sind meine Partners in Art und haben bereits letztes Jahr mit mir unseren schicken Beitrag zum ersten DarkStreamFestival erarbeitet. Feline & Strange dürften als abgefahrene Berliner Wave-Cabaret-Postpunk-Band ebenfalls bereits bekannt sein. Falls nicht: HÖRT REIN! Die sind toll!
Nun, gemeinsam haben wir einen 21-Minüter gebastelt, der auf meiner Erzählung Der Trip aus Der Fluch der Dunkelgräfin basiert.

Zu kriegen ist er HIER. Ich bin verliebt. Ihr hoffentlich auch gleich!



Neues Buch, neues Buch, neues Buch!

Bald schon, sehr bald, erscheint ein neues Buch von mir: DER FLUCH DER DUNKELGRÄFIN, eine Sammlung von finsteren Kurzgeschichten mit unglücklichen Menschen und genervten Göttern, gestörten Familien in Häusern, die zum Gefängnis werden, und Drogentrips mit Flora & Fauna.

Und am 10 Mai stelle ich euch das neue Baby auch vor, live und in Farbe und mal wieder online, aber immerhin aus dem zauberhaften KOHI hier in Karlsruhe.

Es wird Wein geben! Und Horror! Und einen Tresen! Und die Lampen des großen Rainer Kehres! (Für alle, die das KOHI genauso vermissen wir ich, ein absolutes Muss. Für alle, die mich vermissen, ebenfalls: Im Anschluss findet ein gemütliches Q&A statt.)

In der Zeitung

Im Januar habe ich laaaaang mit dem sehr coolen Jens Wehn telefoniert, um ein Interview für die hiesige Tageszeitung BNN – Badische Neueste Nachrichten zu führen. Jens schreibt Künstlerporträts zu den Teilnehmern der Aktion Kulturgesichter0721, eine Aktion, die auf die schlimme Lage von Kulturschaffenden aller Art während der Corona-Krise aufmerksam machen will. Denn: Keine Klubs, Museen, Kinos, Messe- und Konzerthallen, etc. heißt nicht für die Künstler keine Jobs, sondern auch für Beleuchter, Veranstalter, Techniker und viele, viele mehr. Die werden aber gerne mal übersehen.

Zur Einordnung: In der Kultur- und Kreativbranche arbeiten mehr als 1,2 Millionen Menschen und sie gehört zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen hier! Da kann man auch mal was sagen, wenn all diese Leute ein Berufsverbot auferlegt kriegen, ohne dass gleichzeitig angemessene Hilfen angeboten werden.

(Bitte nicht falsch verstehen: Ich weiß, dass wir mitten in einer Pandemie stecken und der Schutz von Menschenleben definitiv Vorrang hat. Es geht mir allein um die mangelnde staatliche Unterstützung für einen Wirtschaftszweig, der gerne kleingeredet wird, aber eben nicht nur „Unterhaltung“ bietet.)

Das Porträt ist dann allerdings etwas launiger ausgefallen; da habt ihr es – gerne auch als Link auf den Internetauftritt der BNN, der vermutlich besser lesbar ist.